Die
Arbeitsphasen des Winzers im Verlauf der Jahreszeiten.
Der
Rhythmus unserer Arbeit wird von den Jahreszeiten angegeben.
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Im
winter
Der
Winterbeginn zeichnet den Beginn unserer mühevollen Winzerarbeit.
Die Weinreben kleiden sich in ihren einmaligen, golden-purpurroten
Farben. Sie ruft uns. Zu diesem Zeitpunkt muss gleichzeitig
der Boden bearbeitet und die Baumschere eingesetzt werden,
um den Schnitt vorzubereiten. Im Winter herrschen strenge
Temperaturen. Kleine Brenner, beladen mit Reben erhitzen
uns mit einer schimmernden, tanzenden Flamme. Der Keller
lädt zu einem Besuch ein, um dem neu entstandenen Wein
Gesellschaft zu leisten.
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Im
frühling und sommer
Sobald
die Triebe befestigt sind, bietet uns die Rebe ihre ersten Knospen,
wir wohnen hier einer wahrhaften Renaissance bei, dieses "Wunder
der Natur" zwingt uns zu zahlreichen Arbeiten, die schnell und
unermüdlich vollbracht werden müssen: Bearbeitung des Bodens,
Ausschneiden, Anbinden, Gipfeln, Behandlungen (Kupfer, Schwefel,
Brennnessel- und Schachtelhalmsud, dynamisierende Präparate)
die man je nach Wetterbedingung und präzisem, kosmischen Rhythmus
erneuert. Am Ende des Sommers füllt man auch die Weine des letzten
Jahrgangs ab
Im
herbst
Der
so sehnlich erwartete Moment ist gekommen, Frucht eines ganzen
Jahres Mühe und Arbeit im Zeichen der Weinrebe:
Die
weinelese in Beblenheim
Zu
Bäwle, nâwe d'r Poscht, Dort drinkt me güter Moscht.
In Beblenheim, neben der Post trinkt man guten Heurigen
Die
Sonne geht am Horizont unter, der Wind hebt sich und die Vegetation
kleidet sich in dieser einmaligen golden-purpurroten Farbe.
Der Zeitpunkt der Weinlese ist da. Die Weinrebe strahlt den
unwiderstehlichen Duft des Herbstes aus. Ungeduldig machen wir
uns daran, diese so kostbaren Trauben zu schneiden. Mein Vater,
wie Kleber an der Spitze der Rheinarmee, entscheidet über die,
als erstes zu lesenden Parzellen.
Die mutige, kleine Weinlesergruppe, bewaffnet mit Kübeln und
Baumscheren, macht sich auf den Weg zu einem langen, harten
Kampf.
Die von der Sonne golden gereiften Weinbeeren fallen, eine nach
der anderen. Unter den Rufen "Eimer voll" werden die Trauben
zur Presse gebracht.
Dort fängt der befehlshabende Winzermeister ohne jeglichen Widerstand,
die vorherrschenden Aromen dieser, im harten Kampf errungenen
Weintrauben ein.
Von ihrem Sieg berauscht, genießen die glorreichen Weinleser
( "Herbsterlit") den köstlichen Heurigen.
Herbsterlit, I'r ben stol's of äich !
Weinleser, ich bin stolz auf Euch!
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